Seminar am Filzteich im Erzgebirge

Einer der Höhepunkte unserer Vereinsarbeit ist das jährliche Zusammentreffen zu einem Seminarwochenende. Vom 1. bis 3. September 2017 sind zum Thema “dazugehören” 28 TeilnehmerInnen zum Filzteich in Schneeberg gekommen.

Nachdem am Freitagabend unser Vorsitzender Gert Mittag das Seminar eröffnet hatte, begrüßte uns Dr. Horst Reichenbach von der Knappschaft Chemnitz, die dieses Seminar finanziell unterstützte. Wir tauschten uns mit ihm über unsere Erfahrungen bei der Bewilligung von Suchttherapien aus. Er schilderte seine Vorgehensweise, Möglichkeiten und Grenzen aus der Sicht der Krankenkasse.

Anschließend führten uns unsere Weggefährten Inge Leithold und Frank Berger mit einigen Sätzen an das Thema des Seminars “dazugehören” heran.

Am Samstag haben wir uns nach dem Frühstück in intensiver Gruppenarbeit mit folgenden Fragen beschäftigt:

  • Was ist gute Gruppenarbeit?
  • Was ist  gute Selbsthilfe? Und wie können wir die Selbsthilfe attraktiver machen?
  • Was muß eine Gruppe tun, um neue Gruppenmitglieder zu bekommen und sie auch zu halten?
  • Worin besteht unsere Kernbotschaft?

Wir stellten fest, dass die Digitalisierung unseres Lebens auch die Arbeit der Selbsthilfe verändert, und wir sammelten Ideen, wie wir darauf reagieren können. Besonders wichtig erschien es uns, den Kreuzbund bei den sächsischen (Haus~)Ärzten bekannter zu machen.  Das möchten wir mit Präsentationsmappen und mit persönlichen Gespärchen erreichen.

Auch das ernste Thema “Wie gehen wir mit Rückfällen um?” spielte eine wichtige Rolle. Außerdem informierten wir uns über das Lotsennetzwerk Thüringen und seine Arbeitsweisen und erörterten, welche Ansätze auf unsere Situation übertragbar sind.

Am Samstagabend hatten alle Teilnehmenden nach einem gemeinsamen Grillabend die Möglichkeit den Film “Der große Rausch – Unterwegs im Land der Trinker” anzusehen, über die Suchteinrichtung in Serrahn (Mecklenburg Vorpommern). Im Film wurde ein spezielles Augenmerk auf die naturnahe  Langzeittherapie gelegt, von der Suchtkranke in Serrahn profitieren.

Am Sonntagvormittag haben alle Teilnehmenden ihre Eindrücke noch einmal Revue passieren lassen und noch offene Fragen geklärt. Nach dem Mittagessen konnten alle zufrieden und gestärkt durch neue Erfahrungen die Heimreise antreten.

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